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13 May 2012
24  neue Myoreflextherapeuten

19 Jan 2012
im VDK-Kurzentrum

13 Oct 2011
Grundkurs Myoreflextherapie

News-Archiv

Bericht über unsere ehrenamtliche Tätigkeit für die Gutperle Stiftung

Wir möchten Ihnen über die großartige Arbeit des Gerdi Gutperle Agasthiyar Muni Child Care Centre (GGAMCCC) berichten. In deren ambulanten Camps, welche in den Dörfern in Zusammenarbeit mit den Schulen und den dortigen Priestern durch Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen, Gesundheitsaufklärung und Myoreflex-Behandlung im Team anboten werden, spiegelt sich das mehrdimensional errichte Netzwerk.

Ein KH-Team mit vier Schwestern, der hervorragend organisierten Oberschwester und Public-Health-Administratorin Britto, der erfahrenen indischen Kinderärztin Dr. Christi und drei Myoreflextherapeuten (Brigitte Harrer, Kurt Mosetter, Hans Leonhardy) fahren mit dem gesamten Equipment in die entsprechenden Dörfer.

Am 14. März 2008 – Abfahrt ist um 12 Uhr, Ankunft in S. Francis Assisi Schule gegen 13 Uhr – haben die hervorragend organisierten Ordensschwestern die Schuluntersuchungssonderaktion des GGAMCCC bereits vorbereitet.

Die Kooperation mit dem weithin bekannten Pater und ehemaligen Hochschulprofessor Hieronymus ermöglicht über die Gemeindereferenten, Padres und die kirchlichen Einrichtungen einen unkomplizierten und liebevollen Zugang zu den Kindern. Die Vernetzung der im Public-Health-System schon viele Jahre allseits bekannten Schwester Britto garantiert in den Schulen, Gemeinden sowie offiziellen Einrichtungen bereitwillige Offenheit und Kooperation.

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Mamas mit ihren Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren sitzen geduldig auf engstem Raum, während die Oberschwester  in kurzen, anschaulichen Worten stellvertretend für das KH-Team die weitere Vorgehensweise deutlich macht. Dabei schlägt sie unkompliziert – nicht zuletzt durch ihre eigene Ausbildung im Bereich Akupressur – eine Brücke zu dem bis dato unbekannten Thema Myoreflextherapie. Danach halten Bürgermeister, Schulleiterin und Gesundheitsinspektoren kurze Aufklärungs- und Lobesreden und stellen sich damit hinter die Aktion des Kinderkrankenhauses.

Speziell das Attribut der deutschen Ärzte mit Myoreflextherapie macht neugierig und schafft innerhalb kürzester Zeit Vertrauen für das Kinderkrankenhaus als Ausgangspunkt und Initiator der Aktion.

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Der typische Ablauf einer solchen Aktion für die Kinder und deren Eltern sieht so aus:

  • Station 1 Anmeldung und namentliche Registrierung für alle
  • Station 2 Größe, Gewicht und grober äußerer Befund; dabei werden die Kleinsten in einen Tuchsack gesetzt und dieser an einem bei uns lediglich noch in Museen zu findenden Newtonmeter gehängt – ein absolut entzückendes Bild!
  • Station 3 Anamnese, Blutdruck, Impfstatus
  • Station 4 Kinderärztliche Untersuchung: Rachen, Augen, Lunge, Bauch, SD ...
  • Station 5 Muskel-, Neuro-, Ortho-Screening. Mit Myoreflextherapie werden Schädel- und Kopfgelenke und Wirbelsäule untersucht und präventiv und/oder kurativ behandelt.

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Je nachdem sind im Bereich LWS und Zwerchfell durch die häufigen Magen-Darm-Infekte, die meist durch unreines Trinkwasser hervorgerufen werden, erhebliche Beschwerdebilder zu finden.

Auffällig sind außerdem bei 113 Kindern die aufgetrieben Bäuche, Hautinfektionen und Anginen. Zudem sind sehr häufig Wirbelsäulen-Asymmetrien (Skoliose, Rachitis), Fieber unklarer Genese, und häufig Gedächtnis- und Merkfähigkeitsstörungen, Tetraspastiken, Microcranien, offene Schädelnähte, Augenfehlstellungen, Gelenkmissbildungen sowie geistige Retardierungen festzustellen.

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Wunderbar ist zu sehen, dass vielen Kindern unmittelbar geholfen werden konnte: Einerseits konnten durch das Screening sofortige Therapiemaßnahmen wie eine Fiebersenkung und die Regulierung eines Mangels (z. B. Fehlernährung, best. Vitaminmangel, Anämie) eingeleitet werden. Zum anderen konnten verschiedenartige Dysregulierungen  im neurologisch-orthopädischen Bereich mit Myoreflextherapie spontan balanciert werden. Für anfällige Folgebehandlungen wurden die Kinder ins KH eingeladen.

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Schon während der Schulbehandlungen brachten die Offiziellen und Padres zuerst auch geistig und körperlich behinderte Kinder der Nachbarschaft vorbei, organisierten Transporte aus Behinderteneinrichtungen und wollten unbedingt, dass wir Familienangehörige oder sie selber auch in die Myoreflex-Behandlungen einbeziehen. Sie waren so begeistert, dass sie auch zu weiteren Folgebehandlungen ins KKH kamen und dazu noch weitere Kinder,  Kollegen und Freunde mitbrachten. Sehr  erfreulich war dabei die hohe Rücklaufquote an Wiedervorstellung.

Spannend für uns zu erleben war, dass es nahezu keinerlei Berührungsängste von Seiten der Kinder und Angehörigen gab. Dass trotz der Sprachbarriere über den Körperkontakt der Myoreflex-Behandlung und dem gegenseitigen beobachtenden Spiel der Augen und der Körper ein vertrautes und zutiefst herzliches Gefühl im Zusammenspiel mit dem indischen Therapieteam im ganzen Raum entstand. Dieses trug entscheidend zum Gelingen der Projekte bei.

Selbst am offiziell behandlungsfreien großen Eröffnungstag am 19. März wurden sechs Geistliche, zwei Kinder aus der islamischen Schule, der geburtstraumatisch körperlich behinderte Sohn eines Veterinärmediziners, der  polnische Sponsor einer großen Schule aus der Nähe, ein guter Freund von Pater Hieronymus sowie vier Mitreisende der deutschen Delegation behandelt.

Insgesamt wurden in dieser Form vier „Camps“ an unterschiedlichen Schulen und zwei Behinderteneinrichtungen durchgeführt. In den Behinderteneinrichtungen ging es um geistig und körperlich mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche. Zusätzlich bilden diese Einrichtungen ein Sammelbecken für Straßenkinder, traumatisierte Mädchen und ausgesetzte behinderte Kleinkinder oder auch für von ihren Ehemännern verstoßene und gesellschaftlich alleingelassene Frauen.

In Anbetracht dessen, dass sich zum Teil über die letzten 25 Jahre keine Ärzte finden ließen, welche bereit waren, in diesen Einrichtungen tätig zu werden, könnte dieses Angebot an medizinischer Fürsorge für die Ärmsten der Armen von Seiten des exzellent ausgestatteten KKH ohne großen Mehraufwand übernommen werden.

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Im Zeitraum von nur acht Tagen konnten so in den beschriebenen peripheren Einrichtungen ca. 500 Kinder sowie im Krankenhaus selbst nochmals ca. 40 Patienten behandelt werden.

Darüber hinaus konnte durch diese Aktionen auch eine Präsentation des Klinikkonzeptes in breite Kreise der verschiedenen Geistlichen, Offiziellen, Schulleiter und Health-Inspektoren der Region weiter getragen werden.

Im KKH selbst herrschte eine wunderbare Stimmung: Das Miteinander der Ärzte, Krankenschwestern und des weiteren Personals funktionierte hervorragend. Einen Beitrag dazu leisteten auch die regelmäßigen morgendlichen Einführungen und Weiterbildungen in die Grundlagen der Myoreflextherapie, ihrer Biodynamik und neurologischen Korrelate.

Die Reise war eine notwendige und gelungene und für alle Seiten sehr bereichernde und inspirierende Erfahrung, wofür wir von unserer Seite der GG Foundation, allen voran Gerdi und Werner Gutperle sowie Peter Blei unseren allerherzlichsten Dank aussprechen möchten.


→  Lesen Sie auch unseren Folgebericht mit neuen Eindrücken, Erfahrungen und Erfolgen rund um die Myoreflextherapie in Indien.

 

Myoreflextherapie